SV Winnenden – TSV Nellmersbach 1:2 (0:1)
Glücklicher Sieg
Nach 90 Minuten stand es 1:1. Eine alte Fußballerweisheit aber besagt, dass das Spiel zu Ende ist, wenn der Schiedsrichter abpfeifft. So kam es, dass Günther Utech in der 92. Minute mit dem letzten Nellmersbacher Angriff den vielumjubelten 2:1 Siegtreffer erzielte.
Bei vorsommerlichen Temperaturen ließen es beide Mannschaften etwas ruhiger angehen, bis Winnendens Sascha Hermann nach acht Minuten den Pfosten traf. Danach übernahm der TSV die Initiative, und erzielte in der 25. Minute mit dem ersten vernünftigen Angriff über Adis Skenderovic und Matthias Prinz durch Hannes Fleischmann den 1:0 Führungstreffer. Danach spielte sich das Geschehen zumeist im Mittelfeld ab. Beide Abwehrreihen standen bis dahin gut.
SV Spielertrainer Michael Felix muß in der Halbzeit die passenden Worte gefunden haben, denn die Winnender kamen hochmotiviert aus der Kabine. In der 46. Minute bekam der TSV den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Heiko Harsch bedankte sich mit dem 1:1 Ausgleich. Jetzt waren die Gastgeber am Drücker, doch die von Libero Jan Brandt dirigierte Abwehr hielt hielt den Winnender Angriffsbemühungen stand. In der 60. Minute musste Adis Skenderovic mit Verdacht auf Rippenprellung ausgewechselt werden. Das Spiel wurde nun ruppiger, sodass sich mehrere Nellmersbacher die gelbe Karte abholten. Als dann Matthias Prinz in der 70. Minute zu heftig hinlangte, wurde er mit der Ampelkarte vom Platz geschickt. Aus der numerischen Überlegenheit konnte der Gegner allerdings kein Kapital schlagen.
Eine Viertelstunde vor dem Ende der Partie kam er dann: Günther Utech, der Polizist, der ehemalige Winnender, der Joker. Als sich schon beide Mannschaften mit einem Unentschieden zufrieden gaben, schoß er in der Nachspielzeit aus dem Gewühl heraus zum glücklichen 2:1 Endstand ein.