TSV Nellmersbach - Zrinski Waiblingen 3:6 (1:1)

 Am Ende verlor die Reserve im Spitzenspiel gegen Verfolger Zrinski Waiblingen dann doch verdient mit mit 3:6 Toren, obwohl es lange Zeit viel besser aus sah für die Heimmannschaft. In einer zerfahrenen Partie, in der der Spielleiter durch mehrere fragwürdige Entscheidungen wiederholt Zuschauer und Spieler aufbrachte, ging der TSV zwar zweimal in Führung, konnte diese aber nicht ausbauen und verlor so am Ende durch mangelnde Kondition deutlich.

 Beide Mannschaften begannen aggressiv und störten frühzeitig den Speilaufbau der gegnerischen Mannschaft. Die Heimmannschaft konnte bereits einen Konter in der 12. Minute über die linke Seite zur frühen 1:0 Führung nutzen als Uwe Munz sich im Zweikampf behaupten konnte und den Ball unter dem Gasttorwart ins Netz schob. Der Gast aus Waiblingen erhöhte nun das Tempo und kam immer wieder gefährlich vor das Nellmersbacher Tor. In der 25. Minute war es dann soweit. Libero Hansi Weiß wusste sich klar vor der Strafraumgrenze nur mit einem Foul zu helfen. Dennoch entschied Schiedsrichter Kutzka aus Winnenden auf Strafstoß und brachte so Spieler und Zuschauer das erste Mal gegen sich auf. Es folgte das 1:1 und danach wütende Angriffsbemühungen des TSV. Kurze Zeit später folgte der nächste Eklat, der auf das Konto des Spielleiters ging. Bei einem blitzsauberen Konter wurde TSV Spieler Joachim Schreiner im gegnerischen Strafraum beim Schussversuch klar zu Fall gebracht, doch der Pfiff des Schiedsrichters blieb aus. In dieser Phase der aufgebrachten Zuschauer und Spieler folgte Minuten später schließlich der dritte Streich des "Unparteiischen" als er Thorsten Aust wegen des Kommentars "Der macht das mit Absicht!" mit Rot vom Platz stellte.

Nach der Pause besannen sich alle Beteiligten auf und neben dem Platz und Schiedsrichter Kutzka zeichnete sich durch objektivere Spielleitung aus. Wiederum war es der TSV, der in Führung ging. Einen Angriff des TSV konnte Turgut Özkan mit einem Flachschuss zur 2:1 Führung verwerten. Statt die Führung ordentlich zu verteidigen oder gar auszubauen, zeigte der TSV nun Mängel in der Abwehrarbeit. 

Nicht immer konnte sich der TSV wie hier (Markus Höschele, 5) gegen Zrinski durchsetzen

Der fehlende Spieler, mangelnde Kondition und Konzentration führten folgerichtig zum erneuten Ausgleich. Nach dem 2:2 war Zrinski plötzlich hellwach und spielte die Heimmannschaft in der Folgezeit regelrecht an die Wand. Drei schnelle Angriffe zur 5:2 Führung brachen dem TSV quasi das Genick. Kurzzeitig keimte noch Mal Hoffnung auf, als Uwe Munz einen Eckstoß direkt zum 3:5 Anschlusstreffer verwandeln konnte, aber beinah im Gegenzug erzielte Zrinski in einer sich auflösenden Nellmersbacher Abwehr den Siegtreffer zum 6:3.

Uwe Munz (nicht im Bild) verwandelt eine Ecke direkt zur Überraschung Aller

Aufgrund der mangelnden konditionellen Verfassung des TSV ab der 70. Minute geht diese Niederlage auch in der Höhe in Ordnung.  Neben der eigenen insgesamt schlechten Leistung wird jene von Spielleiter Kutzka aus Winnenden besonders aus der ersten Halbzeit den Nellmersbachern in Erinnerung bleiben. Zweifelsfrei ist auch der TSV dankbar für das uneigennützige, sportliche Engagement aller Schiedsrichter im WFV ohne die das Runde eben nicht läuft. Fehlentscheidungen werden auch in Zukunft passieren , jedoch sollten "natürliche" Frustreaktionen bzw. Kommentare der benachteiligten Mannschaft nicht auch noch zusätzlich vom Unparteiischen auf die "Goldwaage" gelegt werden. Die Ruhe, für die ein Schiedsrichter auf dem Platz sorgen sollte, wird durch Entscheidungen wie im oben genannten Beispiel jedenfalls nicht erreicht ...

Es spielten: Tor: Thomas Hernadi; Abwehr: Hans Weiß, Cosimo Creolese, Nils Bier (später: Armin Dorfschmid); Mittelfeld: Turgut Özkan, Joachim Schreiner, Markus Höschele, Thorsten Aust, Antonio Loscalzo (später: Peter Spataro); Angriff: Ramon Decker, Uwe Munz