Tura Untermünkheim – TSV Nellmersbach 2:1 (1:0)

 Überragender Akteur an diesem Samstagnachmittag war der Untermünkheimer Tamer Balcioglu. So behielten die ersatzgeschwächten Gastgeber dank seiner starken Leistung und zweier Freistoßtore die Punkte zu Hause. Da störte es auch nicht, daß die Nellmersbacher fast 80 Minuten in Überzahl spielten, denn der Spielaufbau der Gäste war viel zu ideenlos.
Einzig Daniel Weller vom TSV knüpfte an seine guten Leistungen der Vorwochen an, hatte aber, wie gesagt, mit Balcioglu einen starken Gegenspieler gegen sich.
Die Nellmersbacher begannen dennoch druckvoll:
Sören Kupfer verfehlte aber mit einem Freistoß das Tor. Nach elf Minuten drohte ein hoher Ball den Untermünkheimer Torwart Alexander Laber zu überspringen. Er entscheid sich das Sportgerät wegzufausten. Pech für ihn, denn die Aktion fand außerhalb des Strafraums statt. Schiedrichter Pollack zeigte dem Torspieler folgerichtig die rote Karte. Den anschließenden Freistoß setzte wiederum Kupfer knapp neben das Tor.
Komischerweise lief ab diesem Zeitpunkt bei den Gästen gar nichts mehr zusammen. Tura zog sich in die eigene Hälfte zurück und wartete auf Konter. So auch in der 25. Minute als Tamer Balcioglu in aussichtsreicher Position gefoult wurde. Natalino Tulino prüfte TSV Keeper Matthias Brugger mit einem fulminanten Freistoß aus 25 Metern.
Nur Fünf Minuten später beschäftigte Balcioglu die komplette Nellmersbacher Abwehr, scheiterte aber im Abschluß an Brugger.
Danach war der TSV mal an der Reihe: Nach schöner Vorarbeit von Adis Skenderovic, vergab Kupfer freistehend. Als alle schon auf den Halbzeitpfiff warteten, gab es nochmals indirekten Freistoß für die Gastgeber. Markus Klässing wuchtete ihn aus 20 Metern, an der Nellmersbacher Mauer vorbei, zur 1:0 Führung in die Maschen.
TSV Trainer Andreas Lang stellte in der Pause um: Andreas Salzmann rückte auf die zentrale Mittelfeldposition, Daniel Jeutter wurde auf die Liberoposition eingewechselt, Andre Neubert und Daniel Weller tauschten ihre Gegenspieler, weil Weller stark gelb-rot gefährdet war.
Im zweiten Durchgang hatte der TSV zwar mehr Spielanteile, aber etwas Zählbares sollte bis zur 62. Minute nicht herausspringen, denn da legte Kadir Tatar quer auf den mitgelaufenen Skenderovic. Dieser ließ sich die Chance nicht nehmen, und schoß zum Ausgleich ein. Aber schon acht Minuten später wieder Freistoß für Tura, wieder aussichtsreiche Position und wieder, ja genau, wieder Tor. Patrick Rost war aus 18 Metern für seine Mannschaft erfolgreich.
Die größte Möglichkeit zum Ausgleich hatte Kadir Tatar, doch sein Kopfball wurde auf der Linie geklärt.
Adis Skenderovic holte sich in der 88. Minute noch die Ampelkarte wegen Meckerns ab. Danach war Schluß. Der TSV verpaßte eine Riesenchance sich nach vorne zu arbeiten. Der Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen ist zwar nicht außer Sichtweite, aber irgendwann gehen den Nellmersbachern die Spiele aus, um das erklärte Ziel Klassenerhalt zu schaffen.
 

TSV Nellmersbach: Brugger, Neubert, Weller, Musik (46.Sapina), Salzmann, Kraus, Brezovac, Krajnc (46. Jeutter), Kupfer, Tatar, Skenderovic